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Immer in der Pole-Position: Warum deutsche Automobilhersteller die Arbeitgeberrankings dominieren

Wer die Rankings der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands sieht, könnte glauben, es hätte nie auch nur eine einzige negative Schlagzeile über die deutsche Automobilindustrie gegeben. Erneut haben die Young Professionals die großen deutschen Automobilhersteller auf die ersten Plätze der Universum-Rankings gewählt. In den Kategorien Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwesen machen BMW Group, Porsche, Audi und Daimler/Mercedes-Benz die ersten vier Plätze unter sich aus. Volkswagen ist ebenfalls in den Top Ten vertreten, verbessert sich in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften sogar um zwei Plätze. Ein Ende der Erfolgsstory ist nicht in Sicht. Wie lässt sie sich erklären?

Die aktuelle Young-Professional-Umfrage, an der deutschlandweit fast 8.000 Menschen teilnahmen, bietet interessante Hinweise. So zeigen die Ergebnisse, dass die Beschäftigten in der Automobilindustrie insgesamt glücklicher sind als in anderen Branchen. Die Zufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitgeber beziffern sie mit durchschnittlich 7,2 von 10 Punkten. Zum Vergleich: In der Modebranche sind es gerade einmal 6,0 Punkte. Auch für die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihren aktuellen Arbeitgeber weiterempfehlen würden, vergeben Young Professionals aus der Automobilindustrie besonders hohe Werte: durchschnittlich 7,1 von 10 Punkten.

Beides zusammen bedeutet: Wer in der Automobilindustrie arbeitet, ist nicht nur besonders zufrieden, sondern redet auch gerne darüber – und trägt auf diese Weise zum guten Abschneiden der Automobilunternehmen in den Rankings bei.

Ein weiterer Aspekt kommt hinzu. Anders, als es vielleicht zu vermuten wäre, sind Young Professionals aus der Automobilindustrie ihrem aktuellen Arbeitgeber weniger treu, als dies in anderen Branchen der Fall ist. 59 Prozent der Befragten haben Interesse, innerhalb der nächsten zwei Jahre zu wechseln. Bei näherer Betrachtung könnte auch dies einen positiven Effekt auf das Abschneiden der Automobilunternehmen in den Rankings haben. Schließlich können die befragten Young Professionals bis zu fünf Firmen auswählen, für die sie am liebsten arbeiten würden („ideale Arbeitgeber“). Aus diesen Nennungen werden die Rankings ermittelt. Spielt also ein Young Professional mit dem Gedanken, innerhalb der Automobilindustrie zu wechseln, wird er möglicherweise einige Unternehmen aus der Branche zum idealen Arbeitgeber küren – und damit deren Platzierung positiv beeinflussen.

Nicht zuletzt bieten die fünf bestplatzierten Automobilhersteller das, was sich Young Professionals aus Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwesen hierzulande am meisten wünschen: ein attraktives Grundgehalt. Mit diesem Arbeitgeberattribut werden BMW Group, Porsche, Audi, Daimler/Mercedes-Benz und Volkswagen von fast 80 Prozent der Befragten assoziiert, die für sie votiert haben. Weitere Attribute, mit denen die genannten Unternehmen besonders häufig in Verbindung gebracht werden, sind Markterfolg, ein hohes Einkommen in der Zukunft, attraktive Produkte und eine gute Referenz für die weitere Karriere.